Online Kampagne: Amnesty International

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Manchmal trifft man im Netz auf die Umsetzung einer Idee, die genau den Nerv dessen trifft, was an Inhalt transportiert werden soll. Amnesty International hat zurzeit eine Online Kampagne laufen, die an Intensität kaum zu überbieten ist, dabei aber trotzdem dem Charakter des Internets und dessen Möglichkeiten durch z.B. Interaktivität gerecht bleibt. Es genügt, und das muss AI klar gewesen sein, nicht Bilder zu zeigen oder Texte zu verfassen. Die Brisans oder den Wert einer Sache erkennt man tatsächlich am Besten durch das eigene Erfahren. Das lässt sich im Internet umsetzen, was Agenturen und Werbetreibenden bewusst sein sollte: Jede Möglichkeit des Internets nutzen um Botschaften zu verbreiten! Aspekte der uneingeschränkten Erreichbarkeit, Usability, Optimierung für das Auffinden in Suchmaschinen usw. selbstverständlich berücksichtigt. Dafür gibt es dann ja wiederum entsprechend ausgerichtete Agenturen, die diese Anforderungen dann umsetzen. Verantwortlich für die Amnesty International-Kampagne ist die New Yorker-Agentur JWT, die angeblich älteste Werbeagentur der Welt mit dem überflüssigsten Webauftritt der Welt. Informationen zur Agentur, vielleicht sogar einen Kontakt findet man dort nicht. Ich jedenfalls nicht. Stattdessen: endlos ladender überflüssiger Flash-Kram mit dämlich plakativen Aussagen. Aber sie sind so gut aufgestellt und haben so renommierte Kunden wie Ford oder Rolex, diverse Tochterunternehmen und zweites Hauptnetz in Deutschland, dass sie das wohl nicht mehr nötig haben. Auf der The House of Horror-Seite von AI, kann man den Horror schrecklicher auf der Welt passierender Dinge quasi live erfahren, so wird man in einem interaktiven Flash-Movie durchs Dunkel geschickt um Geräuschen zu folgen usw. Interessant intensive Erfahrung, bin selber verblüfft wie gut das funktioniert hat.

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