Intelligenz im Web 3.0
Radar Networks ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Technikern und Zukunftsforschern. Unter der Leitung von Nova Spivack entwickeln sie seit 2003, was sie selber “the intelligent Web” nennen. Es soll aus einer Plattform bestehen, die das intelligente Web an den Internetnutzer bringen will. Semantische Suche ist das Stichwort und eine neue Technologie um Suchanfragen, Werbung, Inhalte und eCommerce zusammen zu bringen. Start ihres Projektes soll Sommer 2007 sein. Interessant ist das Ganze im Hinblick auf mögliche Veränderungen im Algorythmus von Suchmaschinen. Suchmaschinen passen sich eh immer mehr den Nuzern an, Werbung wird über Google teilweise schon gezielt, also basierend auf das Surfverhalten, angezeigt.
Im französischen Internet-Blog Internet Actu findet sich eine interessante Darstellung zur Entwicklung vom Web, inklusive seiner Technologie:

Die Autoren sehen die Suche über eine “Natural Language” als einen der wichtigsten Faktoren für Web 3.0. Keywörter, also Suchbegriffe, die definiert werden, sind somit eigentlich hinfällig, da die gezielte Suche intuitiv stattfinden wird. Kommunikation läuft so beispielsweise.
Was bereits jetzt zu beobachten ist, sieht man in Darstellung 2:

Individualisierung geschieht in der Verbindung mit anderen: Tagging, Socializing, Crowding usw. Eigentlich ist es eine kleine Revolution, die nebenbei noch kommerzielle Ziele erfüllt. Was geschaffen wird, kann man als neue Form der Demokratie bezeichen: Die konstitutive Computer-Demokratie, denn ohne Computer kein Internet. Computer sind also die Politiker des Internetvolks, inklusive Lobby (Hardware-und Software Hersteller) und Internet als Regierung.
Was ich will, finde ich, wenn ich suche. Auch das ist Semantik. Ich suche das Web 3.0, im Sommer finde ich es vielleicht. Aber ob es mich, wie Radar Networks ankündigt überraschen wird, bezweifel ich.