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Dass die Fotocommunity Flickr.com gern für eine Überraschung gut ist, zeigen nicht zuletzt ihre Fehlermeldungen. Diese hier stammt aus 2005 und es ist schön zu sehen, dass bei der Yahoo-Tochter Wert auf Wellness und Gesundheit gelegt wird, wenn dort sogar Massagen erteilt werden.

Umso erstaunlicher, wie verkrampft Flickr doch im Umgang mit ihren Nutzerfotos ist. Die nämlich werden schlicht nicht mehr angezeigt, wenn sie die Einstufung “restricted” erhalten haben. Selbst dann nicht, wenn Nutzer ihre eigenen Fotos suchen wollen. Die Flickr-Suche wird nämlich als “sichere Suche” bezeichnet, wobei sicher ist, das Flickr bestimmt, was gefunden wird und dafür Filter einsetzt. Zumindest in den Ländern Deutschland, Hongkong, Singapur und Korea. Begründung ist der Jugendschutz in den jeweiligen Ländern. Der deutsche Jugendschutz jedoch wiegelt bereits ab und bezeichnet die Flickr-Zensur als unnötig, siehe Spiegel Artikel.

Wie sehr daran festgehalten wird, zeigt die Reaktion von Yahoo auf eine Pressemeldung der Web 2.0 basierenden Fotocommunity Picolodia.com. Die haben auf beispielsweise OpenPR behauptet Flickr würde auch “moderate” eingestufte Bilder sperren. Das war tatsächlich bis vor knapp einer Woche so. Was wiederum einige Blogger dazu veranlasste ihre Nutzerkonten zu löschen, bzw. offen darüber nachzudenken, wie beispielsweise Nico Zorn in seinem Marketing-Blog. Andere Blogger sammelten gleich Alternativen und stellten eine Liste von Fotoportalen online. Eine dieser Listen findet man z.B. im Blog von Don Dahlmann in der Picolodia.com zu Recht gut abschnitt. Selbstverständlich haben die Betreiber von Picolodia.com eine Richtigstellung herausgegeben.

Eine Fotocommunity kann nämlich funktionieren auch ohne Zensur, wenn man die Nutzer einfach selber in der Gemeinschaft bestimmen lässt, welche ihrer Bilder anderen gezeigt werden sollen und welche nicht. Das ist auf Picolodia.com gewollt und funktioniert durch Galerien, die angelegt werden können und in denen einzelne Bilder gezielt gesperrt werden können. Was dann öffentlich zu sehen ist, muss sich jeder Zeit den Bewertungen anderer Nutzer stellen und läuft so Gefahr durch ein Urteil der Community gesperrt zu werden. Das ist der Web 2.0-Gedanke, den die Betreiber von Picolodia.com einfach nur so umsetzen, wie es sein soll: konsequent.


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