Die Web Trends 2007

Die Jungs von Informationarchitects präsentieren eine wirklich gelungene klickbare Map über den derzeitigen Stand des Internets und dessen Entwicklung. Die Mappe orientiert sich am U-Bahn Netz von Tokyo und ist nicht nur auf den ersten Blick interessant. Jeder Station ist ein Unternehmen, bzw. Produkt oder Dienst zugeordnet. Bei näherer Betrachtung enthält die Karte dabei lustige kleine Seitenhiebe. Google beispielsweise befindet sich dort, wo eigentlich Shinjuku zu finden ist. Shinjuku ist ein Yakuza-kontrollierter Ort in Tokyo, zwar in hübscher Umgebung aber nicht nur bei Nacht gefährlich. Yahoo wiederum findet sich auf Ueno, dort ist es zwar ganz nett aber nicht mehr. Die Skype-Station hingegen ist auf der ursprünglichen Tokyoer Karte gar nicht erst enthalten. Microsoft haben sie nach Ikebukuro gesetzt. Hier ist das Rotlichtviertel Tokyos, also ich meine DAS Rotlichtviertel. Hier findet man die klassischen Love-Hotels und das japanische Schulmädchen-Klischee, das sich sein Taschengeld aufbessert.
Insgesamt eine sehr durchdachte Karte. Unternehmen und Angebote, die finanziell bisher und ev. auch zukünftig erfolgreich sind, wurden auf den Linien platziert, die durch gehobenere Gegenden führen. Hier finden sich beispielsweise alle Japanischen Seiten.
Jede Seite wurde bewertet und hat eine Web 2.0 Einschätzung erhalten. Digg (als Endstation, der News Aggregatoren) bekommt sowohl Sonne als auch 2.0 Punkte. Die Sonne ist dabei Indikator für eine positive Zukunft. Ist eine Wolke angezeigt, sieht es für die Zukunft eher düster aus.
Im deutschen Sektor finden sich Newsseiten wie DerSpiegel.de aber auch Blogs wie Spreeblick.de. Xing hat ein 2.0 erhalten allerdings mit Wolke. Wahrscheinlicher Konkurrent StudiVZ liegt noch bei 1.0 aber mit Sonne.
Hinter diesen Daten steckt iA – informationarchitects, eine japanische Webdesign und Marketing Agentur, die schon das T-Online Potal gebaut haben.