Lego für Advertiser: Google Gadget Ads

Angeblich leben wir im Multimedia-Zeitalter, das ist nun auch in der Google Adsense Werbung angekommen. Daher können Advertiser zukünftig Werbung schalten, die sie selbstständig durch Rich Media-Inhalte ergänzen können. Ähnlich wie Lego können in real-time Daten-Feeds, wie Video, Audio und jede anderen feedfähigen Inhalte integriert werden.
Das Ergebnis kann dann so aussehen:
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Umgesetzt in Flash, JavaScript und HTML werden diese Anzeigen im Google Content Netzwerk platziert und werden dabei wohl gegen die klassischen Anzeigen konkurrieren. Das sollte gesondert beobachtet werden, denn klassisches AdSense dürften gegen diese Anzeigen sehr farblos wirken und potentielle Klicks werden wohl eher auf die Gadget Ads fallen. Zumal, wenn vernünftig umgesetzt, sie tatsächlich informative und nützliche Inhalte bieten.
In der Umsetzung unterscheiden sich die Google Gadget Ads dann auch nicht weiter, abgerechnet wird per Klick und über die Target-Option können die Anzeigen quasi gezielt platziert werden. Dabei stehen 2 Modelle zur Verfügung: CPC und CPM. Bei CPC wird jeder Klick, der zur werbenden Site führt bezahlt, CPM (oder TKP) zahlt nach Ad-Impressions.

Lustigerweise bewegt sich Google mit den Gadget Ads in einer Art 2-way-Sackgasse: Auf der einen Seite fährt Google mit ihren Offline Werbe-Plänen direkt ins TV und Radio und holt sich auf der anderen Seite deren Werbestandard ins Netz. Dabei anderen bestehenden Werbesystemen ernst zunehmende Konkurrenz machend, könnten sie auf den ersten Blick auch ihren eigenen Produkten (AdSense, AdWords) schaden.

Zunächst jedenfalls. Laut Google erreicht ihr Content Network über 75% aller Internetuser in 20 Sprachen (u.a. auch klingonisch) und über 100 Ländern. Die Gadget Ads haben nun einen wesentlichen Vorteil: sie werden nicht sofort als Werbung erkannt. User haben sich schon sehr an AdSense gewöhnt und werden diese Ad-Gadgets eher als Site-Features sehen und nutzen. Ganz nebenbei und auf eher elegante Weise kann ihnen dabei die Werbebotschaft vermittelt werden. Ein schöner psychologischer Vorteil, der sich auch weitertragen lässt indem User sich über und in diesen Anzeigen austauschen und um jede Anzeige eine eigene Community bilden können. Wurden für virales Marketing beispielsweise ganze Seiten gebastelt, genügen nun schon diese Minisites, die sich in jede beliebige Seite integrieren lassen.

Google übernimmt dabei die Kosten für Hosting und Umsetzung der Inhalte und ermöglicht über ein vollständiges Reporting-Tool eine genaue Übersicht über jeden Bereich der Nutzung. Google bietet ihre Google Gadget Ads in verschiedenen Formaten, jedoch noch nicht jedem an. Die Auserwählten Advertiser haben bereits eine Benachrichtung erhalten, alle anderen müssen noch etwas warten, denn die Google Gadget Ads befinden sich noch in der Testphase.

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