PageRank-Updante: Die Google-liche Komödie

Am Anfang war das Chaos….irgendwie so stehts im 1 Buch Moses der Bibel: Da kam Gott und hat in 6 Tagen irgendwas geordnet und seitdem gibt es auf der Welt ein paar Milliarden Menschen, die daran glauben, sich Sonntags treffen und gegenseitig versichern, dass es sich immer noch lohnt daran zu glauben.
In den letzten 6 Tagen ist nun genau dasselbe erneut passiert: Gott Google nimmt sich das Chaos im Internet vor und ordnet das mal wieder vernünftig neu. Statt Genesis nennt sich das heute PageRank-Update und es verbreitet Angst und Schrecken unter Webmastern für die sich der Wert ihrer Webseite nach der Höhe ihres PageRanks misst. Ganz nach biblischem Vorbild wurden sie getrieben von den 7 Todsünden (Gier, Faulheit, Neid usw..), zogen los und handelten mit Links von und auf ihren Webseiten. Da wurden Links von Seiten mit hohem PageRank für 4stellige Beträge verkauft um Webseiten künstlich aufzuwerten. Und jetzt wundern sich alle, dass das böse war und das Heulen und Wehklagen ist groß. So ein Quatsch! Betrachten wir das mal genauer:
Wie funktioniert Google und der PageRank?
Google hat versucht zu dem chaotischen Internet einen sinnvoll geordneten Zugang zu ermöglichen. Ihre Suchmaschine soll dabei als Plattform funktionieren, auf der die wertvollsten Ergebnisse für die Suche nach bestimmten Themen, schnell und übersichtlich präsentiert werden. Dabei werden Links auf andere Webseiten gewertet, die dadurch einen hohen Stellenwert für das Suchergebnis erreichen können. Vorbild ist das Prinzip Demokratie, denn wie im richtigen Leben auch, zählen hier Stimmen in Form von Links. Werden diese Stimmen jedoch gekauft, ist das Ergebnis verfälscht und kann nicht mehr das wiedergeben, was die Mehrheit will. Mit dem PageRank-Update wurden diese Seiten einfach nur erkannt und neu bewertet. Das war’s. Mehr ist nicht passiert.
Neubewertung und Verschwörungstheorie
Grundlage für die Neubewertung und tw. drastische Herabsenkung des PageRanks ist die Verlinkung. Denn der PageRank-Drop hat Seiten getroffen, die bspw. Links verkauft (gekauft) haben oder Teil eines Netzwerks sind, die reziprok verlinkt sind, wie Blog-Netzwerke (Linkfarm-Verdacht). Besonders wichtige Blogger vermuten hier tw. sogar eine Racheaktion Google’s wegen negativer Äußerungen, die sie innerhalb ihres Blogs gemacht haben. Brian Clark von Copyblogger bspw. hat vor kurzem dazu aufgerufen Googles Werbenetzwerk nicht mehr zu nutzen – er fiel von 6 auf 4.

Was Google uns mit dem PageRank-Update sagen will, könnte eventuell ein Blick auf das Herabsenken des PageRanks von Youtube (gehört zu Google) auf 3 erklären. Denn der Link-Bigseller ist Google! AdSense seine Nemesis. Was für andere gilt, soll also auch für sie selbst gelten. Und so senken sie zwar den PageRank, sorgen aber dafür, dass der Traffic nicht abnimmt, denn trotz gesunkenem PageRank hat seitdem keine Site über weniger Besucher geklagt.
Google hat nun eigentlich nichts anderes gemacht, als den neu bewerteten Seiten eine Strafe auf Bewährung zu erteilen. Denn Tatsache ist, dass das Modell PageRank für Google ein wichtiger Faktor ist. “PageRank is Google’s view of the importance of this page”, so steht es in der Erklärung zur Google Toolbar, die den PageRank einer Seite anzeigt.
Darüber hinaus beobachten einige Webmaster bereits wieder ein Anheben des PageRanks ihrer Seiten. Hier scheint Google Bestrafungen zurückzunehmen, die ev. ungerechtfertigt waren oder korrigiert wurden. Denn auch Google verzeiht seinen Sündern…..
Die Absicht ist klar. Eine Seite, die nach außen hin per grünem Balken keine 9, sondern nur noch eine 5 hat (Bsp. etracker), tut sich mit dem Verkaufen von Links und der Preisfindung zukünftig ziemlich hart. Google hat also den Bewertungsmaßstab für die Verkäufer versalzen….
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