Online PR und Reputation Marketing – OMF Workshop Teil 1.

Reputation Marketing ist eine der effektivsten Methoden, um Kunden online gezielt anzusprechen. Dabei werden Online Pressemitteilungen an prominenter Stelle im Netz veröffentlicht und von der Zielgruppe gelesen. Ein wichtiger Nebeneffekt ist die Platzierung von positiven Inhalten innerhalb der Suchtreffer von Google. Das ist besonders dann interessant, wenn es darum geht das Image eines Unternehmens oder eines Produkts zu stärken.
Darüber haben wir im OMF-Workshop zum Thema Online PR und Reputation Marketing in Düsseldorf gesprochen. Bei uns im Blog wollen wir nun Informationen und Daten ergänzen.
Ein bekanntes Negativ-Beispiel für schlechte Online Reputation liefert uns der Online-Riese AOL. Nahezu jeder kennt die Gratis CDs von AOL, die für 30 Tage einen kostenlosen AOL Probezugang anbieten. Eine gute Idee, um viele neue Mitglieder und Kunden zu gewinnen. Doch Kunden, die bei AOL kündigen wollen, bekamen mit AOL in den USA ein Problem: AOL Mitarbeiter haben eine Kündigung schlicht nicht zugelassen. Wenn man jetzt einmal nach den Begriffen “AOL Customer Service” googelt findet man Vincent Ferrari. Er hat versucht telefonisch bei AOL zu kündigen. Seine negativen Erlebnisse postete er in seinem Blog Insignificant Thoughts. Am nächsten Tag wurde er auf The Consumerist und Digg zitiert. 2 Tage später folgte die New York Times usw., bis sogar CNN darüber berichtete und Ferrari live interviewte:
AOL sind mit dieser Story auf starken Seiten vertreten, Seiten, die sich entsprechend dominant in den Google Suchtreffern halten und bei jeder Suche auftauchen.
Hintergrund ist die Schnelligkeit des Internets und dessen Entwicklung. Ging es in Zeiten von Web 1.0 darum Menschen Zugang zu Informationen zu verschaffen, verbindet das Web 2.0 Menschen direkt miteinander. Im zukünftigen Web 3.0 wird alles miteinander verbunden sein: Menschen mit Menschen, Menschen mit Informationen, Informationen mit Informationen usw. Zur Zeit befinden wir uns in einer Art Zwischenstadium, man könnte es vielleicht Web 2.5 nennen.
Im Web 2.5 können Meinungen, Ereignisse und Nachrichten problemlos veröffentlicht werden. Citizen Journalism ist das Stichwort: Jeder ist heutzutage in der Lage potenziell journalistische Arbeit zu leisten und sie zeitnah im Internet zu veröffentlichen.
Weltweit ist jeder fünfte heute bereits online. Das heißt in Zahlen über 1,5 Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen über 65 Prozent das Internet. In Zahlen sind das ca. 55 Millionen Menschen (Quelle Eito auf heise.de). 55 Millionen Menschen, die mal gezielt mal unbestimmt nach Produkten und Informationen suchen. 55 Millionen Menschen, die sich in deutscher Sprache untereinander austauschen und die mit jeder Online Nutzung auf potentiell negative Inhalte treffen können, sie aber auch selbstständig veröffentlichen können.
Genau hier gilt es sich zu platzieren. Proaktiv und positiv, d.h. eigene Inhalte schaffen und sie auf gut rankenden Seiten platzieren. Ein effektives Mittel ist hier die Online PR. Wie Online PR funktioniert wird im PR Trend Blog zum Thema Grudnlagen der Online PR erklärt.
Eine genaue Auflistung der Internetnutzung nach Alterstruktur finden sich in dieser Grafik:
