Kunde

Doozer Real Estate Systems GmbH

Technologie

Zend Framework / Laminas

Realisierung

Konzeption, Prototyp, Technische Umsetzung

Jahr

2014 bis 2018

Hintergrund

Die Entwicklung der Doozer Software zielte darauf ab, den Innenraumsanierungsprozess in der Wohnungswirtschaft durch eine fortschrittliche, cloudbasierte Software zu standardisieren. Die digitale Plattform ermöglicht es Wohnungsunternehmen, den gesamten Sanierungsprozess effizient und digital zu verwalten. Die Anwendung wurde speziell für größere Wohnungsunternehmen konzipiert, die jährlich eine beträchtliche Anzahl von Sanierungen durchführen und dabei eine einheitliche Qualitätsstandards wahren möchten. Um einen nahtlosen Ablauf zu gewährleisten, pflegen die meisten Wohnungsunternehmen Rahmenverträge mit ihren Handwerkspartnern. Namhafte Wohnungsunternehmen wie die LEG, Adler oder Degewo setzen erfolgreich auf die Doozer Software.

Strategie

Der Kunde hatte über die Jahre an einem Algorithmus gearbeitet, um verschiedene Leistungen im Rahmen einer Wohnungsmodernisierung zu berechnen. Dieser Algorithmus wurde als Prototyp in einer umfangreichen Excel-Datei zusammengefasst, die uns als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines eigenen Prototyps diente. Ziel war es, dem Startup zu zeigen, ob die Idee praktikabel ist oder nicht. Die Grundidee bestand darin, dass mithilfe der Angabe von drei Werten eine umfassende Berechnung der Modernisierungsmaßnahmen möglich ist:

  1. Die Angabe der Wohnfläche
  2. Die Angabe der Zimmer
  3. Die Angabe, ob es sich um einen Alt- oder Neubau handelt (um gegebenenfalls Rückschlüsse auf die Deckenhöhe ziehen zu können)

Das herausragende Merkmal sollte in der äußerst effizienten und automatisierten Angebotserstellung liegen. Hierdurch sollte eine erhebliche Zeitersparnis von mehreren Wochen erreicht werden. Dies sollte zudem die Erstellung verbindlicher Kostenvoranschläge, ohne dass die Handwerker tatsächlich aktiv werden mussten, ermöglichen.

Umsetzung

Der Fokus beim Prototypen lag auf der Funktionalität, um zu demonstrieren, ob das Tool unter realen Bedingungen effektiv arbeitet. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden in wöchentlichen Sprints. Dies ermöglichte nicht nur das Festhalten des Fortschritts im Backlog, sondern integrierte den Kunden vollständig in den Entwicklungsprozess. Dadurch bestand die Option, getroffene Entscheidungen während des Prozesses zu überdenken und anzupassen. Dank dieser Transparenz und agilen Arbeitsweise hatte der Kunde jederzeit die Möglichkeit, aktiv am Softwareerstellungsprozess teilzunehmen und ihn mitzugestalten.

Das Tool nutzte die Angaben zu einer Wohnung, um mittels unseres optimierten Algorithmus die gesamten Flächen für eine Wohnungsmodernisierung zu berechnen. Im System konnten verschiedene Handwerker ihre Preislisten für verschiedene Maßnahmen hinterlegen, die als kalkulatorische Basis dienten.

Diese Maßnahmen umfassten unter anderem Maler-, Fußboden-, Tischler-, Elektro-, Heizungs-, Küchen-, Bad- und Reinigungsarbeiten. Der Auftraggeber, beispielsweise ein Wohnungsunternehmen, hatte die Möglichkeit, den Auftrag unmittelbar nach der Zusammenstellung der ausgewählten Maßnahmen ähnlich wie in einem Onlineshop zu erteilen, da jeder hinterlegten Maßnahme sofort ein Preis zugeordnet war.

Um den Onboarding-Prozess für Immobilien und Handwerkerpreise zu erleichtern, wurden Importfunktionen implementiert. Dadurch konnte beispielsweise ein reibungsloser Import großer Wohnungsportfolios mit minimalem Aufwand in das System erfolgen. Darüber hinaus wurde ein Rechtemanagement eingeführt, das es ermöglichte, Auftragsfreigaben je nach Volumen durch einen Mitarbeiter mit den entsprechenden Befugnissen zu steuern.

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